Soulfood Walnuss-Brownies (vegan) und warum sich vollwertiges Backen lohnt

Nachdem ich euch in meinem letzten Beitrag mit meinen Pizza-Schnecken einen herzhaften Snack vorgestellt habe, wird es heute wieder süß. Und nein – es sind dieses Mal ausnahmsweise keine Muffins 😉 , auch kein Kuchen, sondern: Brownies! Schön schokoladig, nussig und dazu noch vegan bringen sie alles mit, was leckeres Soulfood ausmacht, oder?

Süßes in der Vollwertkost?

Natürlich gehören auch solche vollwertigen, selbst hergestellten Naschereien nicht in die alltägliche Ernährung, wenngleich sie deutlich gesünder sind als die herkömmlichen süßen Sünden mit Zucker und Weißmehl. Aber ab und zu machen solche Rezepte einfach glücklich!

Schließlich ist der Mensch ein Gewohnheitstier, was auch in der Ernährung deutlich wird. Und die meisten von uns sind mit Naschereien aufgewachsen. Insbesondere in der Umstellungsphase können solche Rezepte daher eine wertvolle Ergänzung und Wunderwaffe gegen Heißhungerattacken auf Süßes sein. Deswegen, und weil die Vollwertkost gerne gedanklich mit schnödem, staubtrockenem Körnerfutter 😉 assoziiert wird, stelle ich euch gerne unsere Rezepte für gesunde Kuchen und Co. vor. 

Bei uns gibt es meistens am Wochenende nachmittags etwas Gebackenes, während es unter der Woche einen Obststeller zum Naschen gibt. Sowohl der bald zweijährige Zwerg als auch ich als aktuell schwangere Mama im Alltag mit Kleinkind-Wirbelwind, brauchen diesen zusätzlichen Energieschub am Nachmittag. 

Was spricht eigentlich gegen Zucker und Weißmehl?

Warum es sich wirklich lohnt, vollwertig zu backen anstatt das Naschwerk vom Bäcker nebenan zu kaufen, lässt sich am Beispiel von Kuchen und Co. besonders gut nachvollziehen. Daher möchte ich hier einmal näher darauf eingehen. Herkömmlicher Kuchen enthält als Hauptzutaten Industrie-Zucker und Weißmehl und diese Kombination ist für unseren Körper mehr als problematisch, denn:

  • Industrie-Zucker entzieht dem Körper Vitamin B, daher wird er auch mit dem Schlagwort „Vitamin-B-Räuber“ bezeichnet. Da für die Verstoffwechselung des Zuckers viele B-Vitamine benötigt werden, werden sie bei Zuckerkonsum sehr stark verbraucht. 
  • Weißmehl/Auszugsmehl wurde vom Getreidekeim und den Randschichten des ganzen Getreidekorns befreit, sodass nur noch der Mehlkörper des Korns übrig geblieben ist. Dies wurde ursprünglich übrigens rein aus Gründen der Haltbarkeit des Mehles gemacht, da der Keim und die Randschichten wertvolle Fette enthalten, die ein Vollkornmehl jedoch schneller ranzig werden lassen als ein Auszugsmehl. Der Getreidekeim ist außerdem reich an den lebenswichtigen B-Vitaminen, insbesondere Vitamin B1. 

Hier wird also deutlich, dass sich die Kombination aus Auszugsmehl und Industrie-Zucker in doppelter Weise schädlich auswirkt: Das ohnehin schon von den B-Vitaminen befreite Mehl wird mit dem „Vitamin-B-Räuber“ Zucker kombiniert. Nicht umsonst leiden mittlerweile viele Menschen an einem Vitamin-B-Mangel. Teure, chemische Nahrungsergänzungsmittel, die wiederum Zusatzstoffe enthalten, die der Körper nicht braucht, können umgangen werden, wenn das Problem einfach bei der Wurzel, nämlich bei der Ernährung, gepackt wird.

Zum Rezept

Mit Vollkornmehl und natürlicher Süße lassen sich leckere Kuchen herstellen. Im Laufe der Zeit ändert sich das Empfinden sowieso meist dahin, dass herkömmliche Kuchen einfach zu süß schmecken. 

Die Walnuss-Brownies sind mit Datteln gesüßt und schmecken daher auf jeden Fall etwas weniger süß als man es von Zucker-Kuchen gewohnt ist. Das Rezept ist eine Abwandlung von einem ursprünglichen Schoko-Kuchen-Rezept. Dieses habe ich über mehrere Backversuche immer etwas verändert und es außerdem um Walnüsse und eine leckere Dattel-Schokocreme als Topping ergänzt und am Ende sind herrlich schokoladige, vegane Brownies dabei heraus gekommen, die euch unbedingt ans Herz legen möchte, wenn ihr gerade ein Stückchen Seelenfutter nach dem Motto „Genuss ohne schlechtes Gewissen“ braucht! 🙂 

Wenn ihr lieber nicht vegan, sondern mit Butter und Honig backt, empfehle ich, die Honigmenge im Teig etwas zu reduzieren, da Honig stärker süßt als Datteln. 

Viel Spaß beim Ausprobieren! 

Walnuss-Brownies (vegan)

Gericht: Kuchen & Muffins

Equipment

  • Auflaufform ca. 20 x 27 cm
  • leistungsstarker Mixer, Blender oder Küchenmaschine mit S-Messer

Zutaten

für den Teig

  • 250 g Dinkel-Vollkornmehl
  • 50 g Kakao
  • 250 ml Wasser
  • 2 EL weißes Mandelmus
  • 150 g zuckerfreies Apfelmus (Apfelmark)
  • 100 g natives Kokosöl alternativ Butter
  • 150 g Datteln
  • 100 g grob gehackte Walnüsse

für die Creme

  • 80 g Datteln
  • 2 EL Mandelmus
  • 2 EL Kakao
  • 2-3 EL Wasser

zum Verzieren

  • einige Walnusshälften

Anleitungen

  • Die Datteln für Teig und Creme am besten mindestens 1 Stunde lang mit Wasser bedeckt einweichen, besonders dann, wenn ihr keinen allzu leistungsstarken Mixer habt. Danach das Wasser abgießen und die Datteln im Mixer pürieren.
  • Das Kokosöl im Wasserbad oder auf der Heizung vorsichtig schmelzen. Alternativ kann natürlich auch weiche Butter verwendet werden, wenn die Brownies nicht vegan sein sollen.
  • Dinkel-Vollkornmehl mit dem Kakao mischen, dann das geschmolzene Kokosöl, Dattelpüree und alle anderen Teigzutaten dazu geben. Mit dem Handrührgerät zu einem weichen Teig verarbeiten.
  • Die grob gehackten Walnüsse als letztes unter den Teig heben.
  • Eine Auflaufform (ca. 20x27 cm) mit Backpapier auslegen. Den Teig hinein füllen und bei 180 Grad Umluft 30 Minuten backen. Gut auskühlen lassen.
  • Die Zutaten für die Creme in den Mixer geben. Wenn die Brownies gut abgekühlt sind, mit der Creme bestreichen und mit einigen Walnüssen verzieren.
    Rezept by www.gruene-familie.de

Ein Kommentar bei „Soulfood Walnuss-Brownies (vegan) und warum sich vollwertiges Backen lohnt“

  1. Liebe Lea, schön wieder von dir zu hören und herzlichen Glückwunsch. Ich freue mich auf jeden Fall wieder darauf gesunde und leckere Rezepte auszuprobieren.

Schreibe einen Kommentar