Schoko-Pudding in der Rohkost-Variante (vegan). Bedeutet gesunde Ernährung Verzicht?

Ich liebe Rohkost-Rezepte! Rohkost klingt für dich nach klein geschnittener Gurke und Möhre? Auch wenn es solche klassischen Rohkost-Sticks zum Beispiel zum Abendbrot häufig bei uns gibt, sind sie zugegebenermaßen nicht besonders aufregend. 😉 Zum Glück ist Rohkost so viel mehr als das. Und Rohkost-Rezepte haben einen großen Vorteil, denn beim Kochen, Backen und Braten verlieren unsere Lebensmittel immer einen ordentlichen Teil ihrer Vitalstoffe, was eben nicht passiert, wenn wir sie roh belassen. 

Oft werde ich gefragt, ob unsere Ernährung nicht sehr viel Verzicht bedeutet, gerne gepaart mit der Aussage: „Ich könnte das ja nicht!“. Daher möchte ich mich heute der Frage widmen, ob und wieviel Verzicht es tatsächlich bedeutet. 

Als Erstes sollte meiner Meinung nach gesagt sein, dass keine Ernährungsform jemals Druck oder Zwang bedeuten sollte. Das wäre nicht nur schlecht für uns selbst, auch meinen Kindern würde ich so etwas nicht vorleben wollen. Das Thema Ernährung muss entspannt bleiben, die Mahlzeiten sollen für alle lecker sein und ein gemütliches Zusammensein bedeuten und es darf genascht und genossen werden. Dahingehend unterscheiden wir uns also gar nicht von anderen Familien. Nur gibt es bei uns eben nicht den fertigen Pudding aus dem Kühlregal im Supermarkt, sondern einen selbstgemachten. Und mein heutiges Rohkost-Pudding-Rezept beweist, dass das gar nicht viel Arbeit sein muss! 🙂 Es geht sogar schneller, als einen klassischen Pudding aus Puddingpulver zu kochen. 

Meine Antwort ist also: Nein, in aller Regel verzichten wir nicht. Es fühlt sich jedenfalls nicht so an. Wir bereiten nur viele Rezepte einfach ein bisschen anders zu, nutzen andere Zutaten und machen mehr selbst, weil wir Fertigprodukte meiden wollen. Manchmal heißt das aber auch, weniger zu konsumieren, denn natürlich gibt es nicht jeden Tag selbstgebackene Plätzchen, Kuchen o.ä. Mal davon abgesehen, dass das sowieso nicht gesund wäre, finde ich, dass das Konzept von bewussterem Konsum auch bei der Ernährung sehr gut in unseren Zeitgeist passt. Überall liest man von Zero Waste, Minimalismus, Überdenken des eigenen Konsumverhaltens, einem grüneren, umweltfreundlicherem Leben. Das begrüße ich sehr und versuche es, immer mehr in unseren Alltag zu integrieren. Passt es da nicht zu genau diesem Bewusstsein, dass auch bei der Ernährung nicht immer alles zur Verfügung stehen muss?

Bei uns gibt es täglich als vierte Mahlzeit einen Nachmittagssnack. Sowohl der zweijährige Zwerg, als auch ich als aktuell wieder stillende Mama, brauchen das. Unter der Woche besteht unser Snack in der Regel aus einem großen Obstteller, den wir uns teilen. Manchmal gibt es auch Nüsse dazu. Und am Wochenende oder wenn wir Besuch bekommen, ja, dann gibt es häufig etwas Selbstgebackenes. Dadurch bleibt es etwas besonderes und wir genießen es bewusster, als wenn täglich nachmittags eine Plätzchentüte aufgerissen werden würde. Ob das nun Verzicht bedeutet oder nicht, liegt sicher daran, wie der Einzelne das definiert und wie die eigenen Gewohnheiten aussehen. Für uns ist es stimmig, denn wir versuchen nicht nur gesünder, sondern auch bewusster und nachhaltiger zu leben.

Und falls ihr jetzt Lust bekommen habt, den gesunden Rohkost-Schoko-Pudding, von dem ich erzählt hab, einmal auszuprobieren, kommt hier das Rezept für euch! 🙂

Rohkost-Schoko-Pudding

Das Rezept ist ein ganz einfaches Grundrezept und die Mengenangaben sind eher als Anhaltspunkt zu verstehen. Je nachdem wie reif die Bananen sind, wird der Pudding unterschiedlich süß und ihr braucht eventuell mehr oder gar keine Datteln – probiert es einfach mal aus und mixt den Pudding nach eurem Geschmack. 

Rohkost-Schoko-Pudding (vegan)

Portionen: 2 kleine Nachtisch-Portionen

Zutaten

  • 100 g Banane
  • 100 g Avocado
  • 2-4 Datteln
  • 2 EL Kakaopulver Back-Kakao ohne Zucker
  • 1 MS gemahlene Vanilleschote
  • 75-100 ml Mandel- oder Hafermilch am besten selbstgemacht

Anleitungen

  • Alle Zutaten im Mixer zu einem glatten Pudding verarbeiten. Dabei die Milch bis zur passenden Konsistenz erst vorsichtig nach und nach hinzu geben.

Eine gute Zeit wünscht euch die

Grüne Familie

Schreibe einen Kommentar