Gesunde Ernährung zwischen Konsequenz und Ausnahmen… Und ein Rezept für Broccoli-Cheese-Nuggets!

Heute möchte ich über ein Thema schreiben, mit dem wohl fast jeder, der beschließt, sich gesünder zu ernähren, in Berührung kommt. Wie konsequent bin ich in der Durchführung meiner Ernährungsweise? Gibt es Ausnahmen und wenn ja, wie oft? Durch die Fragen und kritischen Äußerungen Anderer, aber auch dadurch, dass man selbst im Alltag mit der gewählten Ernährung zurecht kommen muss, tauchen diese Fragen häufig auf.  So ziemlich alle Familien kennen zusätzlich wahrscheinlich das Problem, beim Essen die Geschmäcker aller Familienmitglieder unter einen Hut bekommen zu wollen. Der Eine mag dies nicht, die Andere jenes nicht… Und Kinder können da manchmal recht anstrengende und hartnäckige Phasen haben, in denen sie so einige Lebensmittel verweigern. Wenn das alles zusammen passen soll, stellt uns das im Alltag manchmal vor ungeahnte Herausforderungen und auch vor Unsicherheiten.  

Die Frage, wie konsequent man in der Durchführung eines bestimmten Ernährungskonzeptes sein sollte, lässt sich nur sehr individuell beantworten. 

Gesundheitliche Probleme oder Ziele?

Eine der grundlegendsten Fragen ist, ob hinter der Ernährungsumstellung gesundheitliche Probleme oder ein bestimmtes gesundheitliches Ziel, wie zum Beispiel Abnehmen bei Übergewicht, stehen. Immer dann ist eine gewisse Konsequenz einfach notwendig, um den gesundheitlichen Nutzen der Ernährung erfahren zu können. Bei mir merke ich beispielsweise sehr deutlich, wie viele Ausnahmen ich mir leisten kann, ohne dass meine allergischen Beschwerden sich wieder verschlechtern. Nachdem ich viele Jahre bis zu 6 Monate im Jahr Cortison genommen habe, um mit meinem Heuschnupfen und anderen Allergien leben zu können, ist es für mich sehr wertvoll, nun beinahe medikamentenfrei zu sein. Einzig ein cortisonfreies Nasenspray kommt bei mir noch selten in der Heuschnupfen-Hochsaison zum Einsatz. Eine ganz tolle Verbesserung, die Motivation pur für mich war!

Essen und Gewohnheit

Ernährung ist Gewohnheit pur. Wer bisher alles gegessen hat, dem kommt schon eine vegetarische Ernährung sehr eingeschränkt vor. Dann auch noch industriezuckerfrei? Kein Weißmehl? Keine Fertiggerichte? Na sag mal: „Was isst du denn überhaupt noch?!“. Ich grinse und denke: „Jede Menge!“. Für uns ist die vegetarische Vollwertkost mittlerweile einfach nur ganz normal. Nichts besonderes, nichts exotisches. Ich verstehe aber gut, dass andere Menschen das ganz anders sehen. Auch wenn man noch so motiviert ist: Jede Änderung der alltäglichen Gewohnheiten ist erstmal eine enorme Umstellung. 

Schritt für Schritt oder von jetzt auf gleich?

Gerade wenn ihr noch am Anfang eurer Ernährungsumstellung seid, ist es einfach Typsache, ob man die Änderungen lieber langsam, Schritt für Schritt, oder möglichst konsequent von jetzt auf gleich umsetzt. Letztlich ist das auch nicht wirklich entscheidend. Wichtig ist, das Langzeitziel nicht aus den Augen zu verlieren und sich zu fragen, welcher Weg der richtige ist, um dieses langfristig zu erreichen. Ich bin in dieser Beziehung eher der konsequente Typ und gerade beim Thema Industriezucker war das für mich notwendig, um davon weg zu kommen. Das kann aber anderen Menschen ganz anders gehen – und das ist völlig okay.

Familie und das soziale Umfeld

Ich habe es oben bereits kurz erwähnt: Um mit mehreren Familienmitgliedern mit unterschiedlichen Bedürfnissen zusammen zu leben, sind immer Kompromisse notwendig. Das gilt für die Ernährung ebenso, wie für andere Bereiche des alltäglichen Zusammenlebens. 

Besonders dann, wenn die Familie sich zuvor anders ernährt hat, kann man nicht erwarten, dass alle Familienmitglieder bereit sind, ihre Gewohnheiten mit umzustellen. Da hilft es nur entspannt zu bleiben und die neuen Gerichte und Alternativen ohne Druck anzubieten. Ohne Ausnahmen, zumindest für die Anderen, kommt man hier wohl kaum aus. 

Und auch im sonstigen sozialen Umfeld, gibt es einfach Situationen, in denen abgewogen werden muss. Wer möchte schon die Oma, die extra den Lieblingskuchen gebacken hat enttäuschen, indem man diesen komplett verschmäht (vorausgesetzt, diese Ausnahme führt nicht zu gesundheitlichen Problemen)?

Fazit

Die Frage, wie konsequent man bei der Ernährung ist, kann nur jeder für sich ganz individuell beantworten und umsetzen. Kochen sollte Freude machen, die Mahlzeiten entspannt sein und blinder Dogmatismus ist da oft nicht hilfreich. Trotzdem kann eine gewisse Konsequenz notwendig sein, sei es gesundheitlich, weil es um das Vorleben vor Kindern oder um die Umsetzung für sich selbst ganz persönlich geht. 

Ich freue mich, wenn ich euch mit meinen Rezepten vielleicht ab und zu inspirieren und motivieren kann – ganz unabhängig von eurem persönlichen Weg. 

Broccoli-Cheese-Nuggets: Ein kindertaugliches Rezept auch für Nicht-so-gerne-Gemüse-Esser

Und zuletzt habe ich euch natürlich auch heute wieder ein Rezept mitgebracht. Für uns eher eine Ausnahme, da ich Zutaten mit einem hohen Gehalt an tierischem Eiweiß (Käse, Ei, Quark etc.) aus gesundheitlichen Gründen selten verwende. Außerdem ernähren wir uns auch aus ethischen Gründen überwiegend pflanzenbasiert. 

Diese Broccoli-Cheese-Nuggets sind aber gerade mit dem Käse als Zutat wirklich lecker und würzig und eignen sich super als Familienrezept auch für Kinder, die sonst nicht so gerne Gemüse essen. Daher möchte ich es euch nicht vorenthalten. Aufgrund der handlichen Form können auch die Kleinsten schon mitessen, daher sind die Nuggets ebenfalls sehr gut für alle, die die Beikosteinführung nach dem Baby-led-Weaning gestalten, geeignet. 

Los geht’s:

Broccoli-Cheese-Nuggets

Gericht: Hauptgericht

Zutaten

  • 500 g Broccoli
  • 1 Zwiebel
  • 150 g geriebener Käse
  • 2 EL Schmand
  • 1 EL gemahlener Leinsamen oder 1 Ei
  • 3 EL Vollkornmehl nach Wahl
  • Meersalz, Pfeffer
  • frisch geriebene Muskatnuss

Anleitungen

  • Den Broccoli in Röschen zerteilen und ca. 10 Minuten lang kochen, bis er gar ist.
  • Den gekochten Broccoli mit einem Messer sehr klein schneiden, die Zwiebel fein würfeln und beides mit den anderen Zutaten mischen. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen.
  • Je 1 EL der Mischung auf ein Backblech setzen und zu einem Nugget formen.
  • Die Broccoli-Cheese-Nuggets bei im vorgeheizten Backofen bei 180 Grad für ca. 15 Minuten backen.
    Rezept by www.gruene-familie.de

Einen guten Appetit und weiterhin viel Freude bei eurer Ernährung wünscht euch die

Grüne Familie.

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