Entschleunigung, Innehalten, Genießen – und dazu ein paar Karamell-Riegel für alle Naschkatzen!

Gerade stecke ich wieder einmal mitten in einer dieser Zeiten, in der sich die gedankliche To-Do-Liste jeden Tag schneller füllt, als sie abgearbeitet werden kann. Ihr kennt das sicher. Ich gehöre leider zu den Menschen, die sich generell eigentlich immer mehr vornehmen, als zu schaffen ist. Ein Jammer, dass der Tag leider nicht mehr als 24 Stunden hat und man ja auch irgendwann mal schlafen muss. 

Trotzdem soll auch der Blog nicht ganz zu kurz kommen, denn auch meine Liste der Rezepte, die ich gerne mit euch teilen möchte, wächst und wächst und wartet nur darauf, abgearbeitet zu werden. Mittlerweile habe ich ganz altmodisch ein Notizbuch angelegt, in dem ich neue Rezeptideen und Einfälle schnell, während ich in der Küche werkel, niederkritzeln kann, damit sie nicht verloren gehen. Das ist wirklich hilfreich, zumal ich meinem leicht überlasteten Hirn gerade nicht unbedingt traue. Hinzu kommt ja schließlich im Moment auch noch die berühmte Schwangerschafts-Demenz. 😉  Kaum zu glauben, aber wahr: In gerade mal knapp 7 Wochen haben wir schon den Rate-Termin für unser zweites Kind erreicht und ich fühle mich immer noch, als hätte ich gerade erst von meiner Schwangerschaft erfahren. Die Zeit rast einfach unglaublich. 

Umso wichtiger finde ich es, in dieser Zeit zwischendurch immer mal wieder kurz inne zu halten, sich bewusst zu sein, was gerade jetzt ist, sich Momente zu gönnen, in denen die Welt einfach mal kurz stehen bleibt und diese zu genießen. Unser zweijähriger Sohn ist dabei für mich tatsächlich eine große Hilfe. Immer wieder entschleunigt er unseren Alltag und bereichert ihn dadurch, dass er uns vorlebt, wie es ist, im Hier und Jetzt zu leben. Leider ist das eine Eigenschaft, die uns im Laufe des Erwachsenwerdens meistens irgendwann abhanden kommt und das ist schade. Es braucht viel Achtsamkeit und immer wieder das bewusste Innehalten, um die kleinen Momente genießen zu können, ohne darüber nachzudenken, was alles in den nächsten und Stunden noch getan werden muss. Gedanken einfach mal fortschieben zu können – egal, was morgen ist, egal, worüber ich mich gestern geärgert habe – ist als Erwachsener oft gar nicht mehr so leicht. Geht euch das auch so? 

Aber es lohnt sich, es immer wieder zu versuchen. „Zeit, die wir uns nehmen, ist Zeit die uns etwas gibt.“ ist ein schönes Zitat von Ernst Ferstl. Je bewusster wir manche Momente wahrnehmen, desto mehr Kraft können wir daraus schöpfen. Und am Ende des Tages ist es gar nicht mehr so sehr die abgearbeitete To-Do-Liste, die glücklich macht, sondern die Erinnerung daran, wie ich meinem Sohn beim gedankenverlorenen Spiel im Wald zugesehen hab oder die Tasse Tee, die ich ganz in Ruhe draußen im Garten getrunken habe –  mal so ganz ohne Handy in der Hand und tausend Gedanken im Kopf. 

Für jeden von uns sind es natürlich andere, kleine Dinge, die uns glücklich machen, wenn wir ihnen nur ab und zu ein bisschen Zeit einräumen. Für mich ist es auch das Arbeiten in der Küche. Zumindest dann, wenn ich es wirklich in Ruhe machen kann und nicht hektisch unter Zeitdruck eine schnelle, gesunde Mahlzeit auf den Tisch zu bringen versuche, wie es im Alltag natürlich auch oft vorkommt.  

Karamell-Riegel für eure kleine, süße Auszeit!

Heute bringe ich euch daher ein Genießer-Rezept für kleine und große Naschkatzen mit. Die Inspiration für die Karamell-Riegel kam von dem tollen Blog MrsFlury, auf dem ich über ein Rezept für gesunde Twix gestolpert bin. Das Rezept habe ich etwas vereinfacht und die Zutaten nach unserem Geschmack zu einem klassischen Vollwert-Rezept abgewandelt – mit Vollkornmehl, Butter und Honig. Aber die Grundidee – einen Keksboden mit einer leckeren Karamellschicht zu kombinieren – ist geblieben und die Riegel sind wirklich lecker geworden! Wenn ihr es gerne süß mögt und ab und zu noch nach einem Ersatz für konventionelle Süßigkeiten sucht, lohnt es sich bestimmt, das Rezept mal auszuprobieren. 

Also, liebe Naschkatzen, nehmt euch Zeit beim Backen und vor allem beim Genießen dieser Leckerei. Die Tasse Tee dazu nicht vergessen! 😉 

Karamell-Riegel

Zutaten

für den Keksboden

  • 200 g Dinkel-Vollkornmehl
  • 80 g Butter
  • 100 g Honig
  • 1 Prise Salz

für das Karamell

  • 120 g Erdnussmus oder ein anderes Nussmus nach Wahl
  • 80 g Honig
  • 50 g Butter
  • 1/2 TL gemahlene Vanille-Schote
  • 2 EL Kakao (Back-Kakao ohne Zucker)
  • Kakaonibs oder gehackte Nüsse zum Bestreuen

Anleitungen

  • Die Zutaten für den Keksboden zu einem gleichmäßigen Teig verkneten und in eine gefettete Auflaufform (ca. 20 x 27cm) oder andere geeignete, feuerfeste Form geben und glatt streichen.
  • Den Keksboden mehrmals mit einer Gabel einstechen und dann im vorgeheizten Backofen bei 180 Grad Umluft ca. 12 Minuten backen.
  • Die Form aus dem Backofen nehmen und den Keksboden in der Form auskühlen lassen.
  • Wenn der Boden erkaltet ist, die Zutaten für das Karamell bei niedriger Hitze in einem kleinen Topf schmelzen und dabei verrühren. Dann gleichmäßig auf den Keksboden streichen und nach Belieben z.B. mit gehackten Nüssen oder Kakaonibs bestreuen.
  • Die Form für mindestens eine Stunde in den Kühschrank stellen, damit das Karamell fest wird. Danach in Riegel schneiden und aus der Form nehmen. Die Riegel sollten weiterhin im Kühlschrank aufbewahrt werden.
    Rezept by www.gruene-familie.de

Eine gute und achtsame Zeit wünscht euch die

Grüne Familie.

2 Kommentare bei „Entschleunigung, Innehalten, Genießen – und dazu ein paar Karamell-Riegel für alle Naschkatzen!“

  1. Hmm wie lecker. Mir fällt die Entschleunigung mit 3 Kindern sehr schwer…

    1. Das glaube ich, liebe Antje! Mit 3 Kindern ist das bestimmt noch mal viel schieriger. Liebe Grüße!

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