Beste Reste: Schoko-Orangen-Kekse und einfaches DIY-Badesalz aus Zitrusschalen

Heute geht es weiter mit der Resteverwertung. Mein Thema sind diesmal Zitrusfrüchte bzw. deren Schalen, denn für viele Rezepte wird z.B. nur der Saft der Zitrusfrüche benötigt oder man isst das Fruchtfleisch der Orangen morgens im Müsli… Und was passiert mit der Schale?! Für den Abfall sind die Schalen von Bio-Zitrusfrüchten jedenfalls viel zu schade und daher möchte ich ihnen heute einen Artikel widmen, damit demnächst möglichst keine Zitrusschalen mehr achtlos im Müll verschwinden. 😉 Die Schalen enthalten wertvolle ätherische Öle und sind so ideale Aroma-Geber, zum Beispiel zum Backen. Doch nicht nur ihr Aroma ist beachtlich, sie vereinen auch zahlreiche positive Wirkungen auf unseren Körper und unsere Psyche, die wir uns nicht entgehen lassen sollten. 

Wirkungen von ätherischem Zitronenöl

Das Öl der Zitrone wirkt zum Beispiel

  • entzündungshemmend
  • blutdrucksenkend
  • stärkend auf das Immunsystem
  • anregend auf den Gallen- und Lymphfluss 
  • stärkend auf die Venen und beugt damit Krampfadern und Cellulitis vor
  • konzentrationsfördernd, wirkt gegen Depressionen, Ängste und Stress

Wirkungen von ätherischem Orangenöl

Das Öl der Orange wirkt zum Beispiel

  • entkrampfend
  • antibakteriell
  • hautstraffend
  • verdauungsfördernd
  • beruhigend, regenerierend, mindert das Stressempfinden und steigert das Wohlbefinden

Tipp: Einfrieren! 

Nicht immer habe ich direkt die Zeit, die Orangen- oder Zitronenschalen weiter zu verarbeiten. Daher mache ich es oft einfach so, dass ich die Schalen auf der Gemüsereibe fein reibe, sie in ein kleines Schraubgläschen abfülle und einfriere. Da warten die aromatischen Schnitzelchen dann geduldig auf ihre Verwendung. Zwei Ideen, was man mit den geriebenen Schalen machen kann, verrate ich euch jetzt. 

Die geraspelte Schale kann sowohl super zum Backen (zum Beispiel in meinem kürzlich veröffentlichen Rezept für Zitronenmuffins) als auch für selbstgemachte Kosmetik verwendet werden. Eine ganz einfache Variante ist ein selbst angemischtes Badesalz. Dieses macht sich auch immer gut, wenn man noch kurzfristig ein kleines Geschenk oder Mitbringsel benötigt. Über selbst gemachte Dinge freut man sich doch schließlich immer, oder?

Mit Rosmarin kombiniert, wird aus einem Bad mit dem Zitronenbadesalz eine schöne Entspannung mit herrlich sommerlich-mediterranem Duft. 

Badesalz Rosmarin-Zitrone

Portionen: 1 kleines Glas (150ml)

Equipment

  • Obst-/Gemüsereibe

Zutaten

  • 150 g Totes Meer Badesalz
  • abgeriebene Schale von 1-2 Zitronen
  • 2-3 Zweige Rosmarin

Anleitungen

  • Die Schale der Zitrone(n) fein reiben.
  • Die Rosmarin-Nadeln in kleine Stückchen schneiden.
  • Zitrone und Rosmarin mit dem Badesalz vermischen und in ein kleines Schraubglas (ca.150ml) abfüllen.
    Rezept by www.gruene-familie.de

Und da ein neues Backrezept bei diesem Thema natürlich auf keinen Fall fehlen darf, gibt es zum Schluss noch das Rezept für unsere aktuellen Lieblingskekse. Seit Kurzem kann unser Zwerg das Wort „Keks“ sagen und es kommt an Tagen, an denen die gefüllte Keksdose in der Küche steht, verdächtig oft zum Einsatz. 😉 

Urgetreide Emmer

Ich habe für die Kekse Emmer verwendet, eine alte Weizensorte, die mittlerweile ein bisschen in Vergessenheit geraten ist. Emmer gehört zu den Grießweizen, das Korn ist härter und das Mehl daher „grießiger“ als das von üblichem Weichweizen. Außerdem enthält Emmer mehr Eiweiß. Das Emmer-Vollkornmehl macht die Kekse durch die besondere Konsistenz zu klassischen Sandkeksen. Natürlich könnt ihr aber auch genauso Weizen- oder Dinkelvollkornmehl nehmen, wenn ihr keinen Emmer habt oder nicht so gerne mögt. Die Kombination aus Kakao und Orange schmeckt unabhängig von der Getreidesorte immer gut und ergibt wirklich leckeres Kaffeegebäck für das ganze Jahr. Denn es wäre ja schade, nur in der Weihnachtszeit Kekse zu backen, oder?

Die Kekse sind wie immer industriezuckerfrei und halten auch ohne Ei prima zusammen. Da der Teig recht weich ist, muss er eine Stunde im Kühlschrank stehen, bevor er in Scheiben geschnitten und zu leckeren Plätzchen gebacken werden kann.  Wenn die Plätzchen ausgekühlt sind, sind sie schön knusprig und eignen sich auch sehr gut zum Mitnehmen für unterwegs. 

Schoko-Orangenkekse mit Emmer

Gericht: Kekse & Knabbereien
Portionen: 1 Backblech (ca. 40 Kekse)

Equipment

  • Obst-/Gemüse-Reibe

Zutaten

  • 200 g Emmer-Vollkornmehl alternativ: Dinkel oder Weizen
  • 100 g Butter
  • 90 g cremiger Honig
  • 3 EL Back-Kakao (ungezuckert)
  • Schale von 1/2 Bio-Orange
  • 1 TL Weinstein-Backpulver

Anleitungen

  • Die Schale der Orange fein reiben.
  • Das frisch gemahlene Emmer-Vollkornmehl (oder Dinkel oder Weizen) mit den anderen Zutaten von Hand zu einem weichen Teig verkneten.
  • Den Teig in zwei gleich große Teige aufteilen und zu zwei schmalen Rollen formen.
  • Die beiden Teigrollen für ca. 1 Stunde in den Kühlschrank stellen.
  • Die Teigrollen aus dem Kühlschrank nehmen und mit einem scharfen Messer in ca. 0,5 cm dicke Scheiben schneiden.
  • Die Kekse auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen und im vorgeheizten Backofen bei 170 Grad Umluft 10 Minuten backen. Dann gut auskühlen lassen.
    Rezept by www.gruene-familie.de

Ich hoffe, dass euch meine Resteverwertungs-Ideen gefallen haben! Habt ihr Wünsche für den nächsten Artikel? Welche Reste fallen bei euch besonders oft an? Lasst es mich gerne in den Kommentaren wissen! 

Bis bald bei der 

Grünen Familie 

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